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FAIRNETZT

Das 360° Journal der FAIRNET #Messen #Events #Kongresse

AUS DEM NÄHKÄSTCHEN

Es ist die Zielgerade auf dem Weg zur Veranstaltung und manch ein Aussteller legt dann nochmal einen ordentlichen Sprint hin. Vieles, was es dann noch braucht, um am Ziel einen perfekten Auftritt hinzulegen, macht der Last-Minute-Service der FAIRNET möglich – vom ganz normalen Wahnsinn bis hin zu eher ungewöhnlichen Anfragen.

"ES WERDE WENIGER LICHT"

„Es ist der Abend vor Messebeginn. Der Tag verlief überraschend ruhig, doch zur Sicherheit habe ich noch das Handy an der Frau. Und tatsächlich – es klingelt gegen 22 Uhr. In der Messehalle ist um diese Zeit längst keiner mehr und ich überlege, ob ich den Anruf überhaupt annehme – was ich dann tue. Eine Männerstimme nennt mir eine Zimmernummer. Mein erster Gedanke: „Wäre ich bloß nicht rangegangen.“ Der Mann fährt fort: „Wie bekomme ich denn hier das Licht aus?“ Ich muss lachen und erkläre ihm, dass ich bei FAIRNET arbeite und nicht an der Hotelrezeption. Ihm war das hörbar peinlich. Aufgelegt habe ich dann trotzdem nicht, sondern natürlich versucht, zu helfen. Als er sagte, er sei im „Motel One“ untergebracht, war mir das Problem sofort klar, denn ich hatte das selbst erst einen Monat zuvor erlebt. Die Leuchten über dem Bett lassen sich nicht per Lichtschalter an der Wand oder gar Hauptschalter regeln. Direkt am Leuchter gibt es aber einen Kippschalter, recht gut versteckt. Mit dieser Erkenntnis konnte der Aussteller schließlich in einem dunklen Zimmer zu Bett gehen.“

NICOLE HOCHSTEIN

"MISSION POSSIBLE"

Alle Stände sind gebaut, die Veranstaltung kann so gut wie losgehen und wir als Dienstleister könnten uns fast schon entspannt zurücklehnen – wenn da nicht das Wunschkonzert der Last-Minute-Bestellungen wäre. Wir sind einiges gewöhnt, aber was uns gelegentlich an Sonderwünschen unterkommt, sprengt den Rahmen des Üblichen. Für Filmaufnahmen an seinem Stand wünschte sich ein Aussteller mal einen von der Decke abgehangenen Leopard-Panzer. Allerdings ließen sowohl die Bestimmungen der Messe Berlin als auch die Statik der Halle nicht zu, dass der 56-Tonnen-Bundeswehrriese die Hallendecke und das Filmchen des Ausstellers zierte. Vergleichsweise bescheiden erscheint dagegen der Wunsch eines Ausstellers nach einem roten Ledersofa, welches sich zum Zeitpunkt des Last-Minute noch in Stuttgart befand. Eine schnelle Lösung gab es, wenn sich das der Kunde auch etwas kosten lassen musste. Per Lutfracht wurde das edle Stück aus Stuttgart eingeflogen und dekorierte pünktlich zu Messebeginn den Stand.

THORSTEN ARMBRUST & JANINE STARK

"PROBLEM LÖSUNG IM MINUTENTAKT"

Umzug aus dem Büro in eine noch kalte Messehalle, wo die Hallentore – sei es Winter, Frühjahr oder Herbst – für die Anlieferung den ganzen Tag offenstehen. Anrufe der Kunden im Minutentakt: Nachbestellungen, Änderungen, mal eine Reklamation. Abgleich der Anrufe mit dem gewünschten Leistungsportfolio und Weitergabe an die entsprechenden Lieferanten. Machbarkeit prüfen und mit den Lieferbeständen abgleichen. Und immer wieder dem Kunden Feedback geben, beraten, Probleme klären, Lösungen finden. Zwischendurch überprüfen, ob alles wie gewünscht umgesetzt wurde oder auch einfach dem Kunden „Guten Tag“ sagen. Koordinieren, den Überblick behalten, nichts vergessen bei der Vielzahl von Anfragen, dazwischen Smalltalk mit den Ausstellern und sich bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen. Gefragt sind Nervenstärke und Professionalität. Am Ende eines solchen 8-bis-18-Uhr-Einsatzes am letzten Aubautag ist man voller Emotionen und völlig geschafft, bedankt sich bei den helfenden Kollegen und ist einfach glücklich, gefühlte 10.000 Probleme gelöst zu haben. Denn das sind sie – gelöst! All das ist Last Minute.

TEAM FN 3

"ITALIENISCH FÜR MESSEBAUER"

„Der Aubau der OTWorld 2018 ist in vollem Gange, da kommen zwei italienische Standbauer auf mich zu. Sie sprechen weder Englisch noch Deutsch und bitten mich mit Händen und Füßen, sie zu ihrem Stand zu begleiten. Dort angekommen, ist schnell klar, dass dieser sich noch mitten im Aubau befindet und es irgendein Problem gibt. Was genau, versuchen die beiden mir zu schildern, indem sie immer wieder auf eine Holzkonstruktion am Boden und dann nach oben zeigen. Ich verstehe kurz darauf: die Konstruktion soll an die gebuchten Hängepunkte angebracht werden, nur haben die beiden Italiener weder Traversen noch Anschlagmaterial oder Sonstiges dabei. Wir haben natürlich gern geholfen und dafür gesorgt, dass der Stand mit der gewollten Fernwirkung noch rechtzeitig fertig wurde. Und alles das, ohne sich über Sprache zu verständigen. Bellissimo!

CHRISTIAN MERKEL

Bildnachweise
Lutz Zimmermann, FAIRNET